ASBH Bereich Hamburg e.V.

Gemeinsamkeit macht Mut



T.s Hobby: Segeln

T. hatte den ersten Kontakt zum Segeln im OpT.isten im Spätsommer 2011. Das war in Arnis an der Schlei. Zunächst war unklar ob Segeln eine Sportart ist, die er überhaupt ausüben kann.


T. ist gehbehindert. Für längere Wegstrecken ist er auf den Rolli angewiesen. Im Opti muss er es nur schaffen, in einer Wende oder Halse auf die gegenüberliegende Bootsseite zu kommen. Und das schafft er. Zwar nicht so hektisch und „flummihaft“ wie manch andere Kinder. Das ist aber meist eher ein Vorteil. Man kann so ein Boot auch durch zu viel „Action“ bremsen. Der Rest kann im Sitzen oder vielmehr im „Hängen“ erledigt werden. Es werden also Oberschenkel, Bauchmuskeln, Arme vor allem aber der Kopf gefordert.
Schon im September 2011 wurde er Mitglied im Seglerverein Stade, und damit begann T.s regelmäßiges Training. Schnell zeigte sich: Optisegeln ist sein Ding!

Im Herbst 2012 schnupperte er die erste Regattaluft bei der sogenannten Opti-Liga Schlei. Einer Einsteigerregatta. Ein vorletzter Platz nahm ihm aber nicht die Lust am Segeln, zeigte vielmehr auf, was es hinzuzulernen gab.
Nach der Winterpause ging es dann zu seiner ersten richtigen B-Regatta. Dem König&Cie Cup im Mühlenberger Loch. Der hatte es erst einmal in sich: von einem hektischen Motorbootfahrer wurde er beim Abschleppen aus dem Boot geschleudert und von einem anderen Opti überfahren. Aber er entschloss sich trotzdem zu segeln. Nur eine Wettfahrt verpasste er durch dieses Missgeschick. Am Ende wurde er trotzdem 45er von 60 B-Optis. Dabei war sein bestes Ergebnis ein 27.Platz. Dann ging es in loser Folge mit stetig ansteigender Erfolgskurve durch die Saison 2013 mit insgesamt 11 Regatten und dem krönenden Saisonabschluss (siehe auch Bericht auf der SVST-Website .

Das augenfälligste an T. ist seine unbändige Freude am Segeln. Das kann man einfach sehr schön an der Art sehen, wie er sich im Boot bewegt. So war dann auch der Winter 2013/14 vor allem durch die Vorfreude auf die nächste Opti-Saison geprägt.

Dann ging es Ende März auch schon mit der Fischereihafenregatta in Bremervörde weiter. Ein 13er Platz von 38 Teilnehmern zeigte, dass gerade bei starkem Wind noch einige Schwächen auszumerzen sind. Aber mit dem Sieg in einer Wettfahrt zeigte T., dass er doch einiges an gelerntem über die Winterpause gerettet hatte.
Wieder steigerte er sich weiter bis zum vorläufigem Höhepunkt: dem Sieg des König & Cie Cups im Mühlenberger Loch über Pfingsten. Eben jener Regatta, bei der genau ein Jahr zuvor seinen chaotischen Einstand gegeben hatte.

Leider ist T. im Stader Umfeld das einzige Kind, das gern ambitioniert Opti-Regatten segelt. Gleichgesinnte trifft er nur an den Wochenenden auf den Regatten. Damit fehlten ihm leider auch gute Trainingspartner. Deshalb trat T. im April in den Mühlenberger Segelclub ein. Ein Verein, der schon einmal mit 70 Optikindern ins Trainingslager fährt. Das durfte T. übers Himmelfahrtswochenende erleben. Hier fühlt er sich wohl. Jedes Donnerstagstraining wird damit zum Wochenhöhepunkt. Dafür nehmen wir den beträchtlichen Aufwand gern in Kauf.

Das nächste Ziel wird neben weiteren Regatten der Umstieg in die nächsthöhere Klasse sein: Opti A. Jetzt steht aber bald erst einmal die Sommerpause an. Dort wird zwar nicht mit Optis aber eben doch gesegelt.

C. T.
Juni 2014