ASBH Bereich Hamburg e.V.

Gemeinsamkeit macht Mut




Was die ASBH für mich bedeutet

Ich fange zum 3. Mal damit an, darüber zu schreiben, was mir die ASBH bedeutet. Eigentlich setze ich mich sonst immer hin und irgendwie läuft es dann von ganz allein. Aber bei diesem Thema fällt es mir schwerer. Warum eigentlich?! Ist es doch ganz einfach, was ich sagen möchte.

  1. ASBH heißt Verständnis füreinander. Wenn wir uns mit ASBHlern treffen, muss ich nicht erklären, was z.B. ein Hydrocephalus ist oder ein Dekubitus. Wir bekommen keine mitleidigen Blicke zu spüren, niemand guckt uns hinterher, keiner spricht mit vorgehaltener Hand über uns. Wir sind irgendwie alle gleich und es fällt leicht miteinander in Kontakt zu kommen, da wir ja alle eine Gemeinsamkeit haben. Wir verstehen uns und können uns wunderbar austauschen.

  2. ASBH heißt Informationen jeglicher Art zu erhalten. Nach der Geburt von N. wusste ich so gut wie nichts über dieses Handicap und da wurde mir im Krankenhaus, in dem N. geboren wurde, die ASBH als Kontaktstelle genannt. Um bloß von Anfang an nichts zu versäumen, haben wir uns sofort angemeldet und sind Mitglied seit 1991. Fast alle Informationen habe ich seit damals durch die ASBH bzw. durch die Angestellten und Mitglieder erhalten. Sei es, dass ich für N. nach den richtigen Ärzten suchte, dass wir mit N. spezielle Therapien wahrnehmen wollten und vorab einiges darüber wissen wollten, oder wenn es einfach darum ging zu diskutieren, welche Windeln saugfähiger sind als andere.

  3. Durch die ASBH haben B. und ich schon viele entspannte Wochenenden genießen dürfen, an denen wir uns nur um uns kümmern müssen und an denen wir wissen, dass N. optimal betreut ist und Spaß hat mit „ihren“ Leutchen. N. fährt zu den verschiedenen Freizeiten mit, seit sie 4 Jahre alt ist.

  4. N. wird durch die Angebote der ASBH selbständiger und selbstbewusster und der normale Abnabelungsprozess wird positiv unterstützt. Bei den Pflegewochenenden lernt sie z.B. das Selbstkatheterisieren, was sie hier in ihrer normalen Umgebung bestimmt nicht so schnell geschafft hätte. Oder bei den Skifreizeiten, die wir mitgemacht haben, wurde uns sämtliches Skimaterial zur Verfügung gestellt, alles war organisiert und wir mussten uns nur noch anmelden und mitfahren. Genial!!

  5. Die Erfahrungen, die wir im Laufe der vielen Jahre mit N. sammeln durften oder zwangsläufig mussten, konnten und können wir an andere Eltern weitergeben, die meistens dafür genauso dankbar sind wie wir.

  6. - ich glaube, so lass ich es, weil alles drin ist, was für mich die ASBH ausmacht… Vielleicht fällt mir später noch etwas ein, aber egal, wenn ich es hier nicht mehr aufschreibe, ich denke, Ihr wisst schon, was ich sagen will, oder?

ASBH – Danke B.K.
September 2009